Techn. Hilfe/ UPKL

upklKommt es zu einem Verkehrsunfall mit einem PKW und ist ein Insasse in diesem „gefangen“, so sprechen wir von einem UPKL (Unfall Person klemmt). Steht hinter der Meldung UPKL noch ein „Y“, so besagt dieser Buchstabe „Menschenleben in Gefahr „.

Nach der Ankunft am Einsatzort verschafft sich der Gruppenführer zunächst einen Überblick und spricht sich mit dem Rettungsdienst und dem Notarzt ab. Der Notarzt entscheidet nach einer ersten Untersuchung des Patienten das weitere vorgehen. Hierzu wird in den meisten Fällen zunächst eine kleine Öffnung geschaffen, so dass der Notarzt eine Untersuchung durchführen kann. Im Anschluss gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Patientengerechte Rettung

Der NA hat festgestellt, dass der Patient zwar schwer Verletzt ist, jedoch soweit stabil, als dass eine Patientengerechte Rettung vollzogen werden kann. Ob eine seitliche Öffnung durch Schere und Spreitzer geschaffen wird oder aber das Dach abgetrennt wird, ist eine Einzelfallentscheidung. Der Patient wird durchweg vom NA und Rettungsdienst überwacht.

Bei dieser Art der Rettung ist darauf zu achten, den Patienten so wenig wie möglich zu bewegen und jegliche Erschütterung zu vermeiden.

  • Sofort-Rettung (bekannt als Crash-Rettung)

Bei der Sofort/ Crash- Rettung geht es dem Patienten so schlecht, als dass keine Zeit mehr bleibt. Der Patient muss sofort aus dem PKW befreit werden. Es kommt hier auf jede einzelne Sekunde an. Gibt der NA (Notarzt) vor, den Patienten sofort und unverzüglich aus dem PKW zu befreien, so reden wir von einer Sofort-Rettung. Sicherlich kommt es dabei zu Erschütterungen und Patientenbewegungen jedoch ist die Alternative weit aus schlimmer.
Somit ist auch die Sofort-Rettung eine Patientengerechte Rettung, da diese Rettungsform der Lebensrettung dient.

Stabfastsysteme, Hebekissen, Hydraulische Schere und Spreitzer sowie Unterbauhölzer sind nur einige der Werkzeuge, die bei der Rettung aus einem PKW zum Einsatz kommen.